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Leitungsanästhesie

Bei der Leitungsanästhesie werden gezielt bestimmte Nerven oder Nervenbündel betäubt. Dabei kommen die gleichen Medikamente (Lokalanästhetika) zum Einsatz wie auch bei der örtlichen Betäubung im Bereich der Haut.

Die Leitungsanästhesie wrd in der Regel von einem Narkosearzt (Anästhesist) vorgenommen, der mit dem Arzt, der den eigentlichen Eingriff durchführt, zusammen arbeitet.
Um die Nervenleitung und damit auch die Weitergabe von Schmerzreizen zu blockieren, werden kleine „Vorräte“ (Depots) eines langwirkenden Lokalanästhetikums in die unmittelbare Umgebung von Austrittsstellen empfindungsleitender (sensibler) Nerven gespritzt.
Um die richtige Stelle zu finden, wird ein sogenannter Nervenstimulator verwendet, der schwache, nicht schmerzhafte Stromstöße aussendet. Liegt die Nadel an der richtigen Stelle in unmittelbarer Nähe des Nerven, kommt es dadurch zu Zuckungen im Nervenversorgungsgebiet (z.B. Hand oder Fuß). Erst dann spritzt der Arzt das Betäubungsmittel. Nach 10 bis 20 Minuten ist das jeweilige Versorgungsgebiet des Nerves absolut empfindungslos, die Muskeln sind erschlafft und der Eingriff kann beginnen.

Falls Sie doch etwas Angst vor dem Eingriff haben und nicht unbedingt alles genau mitbekommen wollen, besteht meist die Möglichkeit, zusätzlich ein Schlafmittel zu injizieren. Sie „verschlafen“ dann den Eingriff weitgehend, wobei der Schlaf aber nicht so tief wie bei der Vollnarkose ist.




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