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Örtliche Betäubung

Die sogenannte Lokalanästhesie (von griechisch anaisthesia – Empfindungslosigkeit) ist die einfachste Form der örtlichen Betäubung. Betäubt wird ein kleines Körpergebiet meist im Bereich von Haut- oder Schleimhäuten.

Die örtliche Betäubung des Operationsgebietes wird in der Regel direkt vor dem Eingriff von dem Arzt vorgenommen, der auch die anschließende Operation vornimmt.

Verwendet werden bestimmte Medikamente (Lokalanästhetika), die die Eigenschaft haben, die Schmerzleitung eines Nerven für eine gewisse Zeit zu blockieren. Diese Mittel werden nach der Desinfektion im Operationsfeld fächerförmig unter die Haut oder Schleimhaut gespritzt (infiltriert – daher auch Infiltrationsanästhesie genannt). Meist merkt man dabei nur den ersten Einstich, da die weiteren in bereits betäubten Gebieten erfolgen. Nach einer kurzen Einwirkzeit ist das so behandelte Gebiet völlig empfindungslos und der Eingriff kann durchgeführt werden. Falls Sie doch noch etwas spüren, sollten Sie das zu jedem Zeitpunkt des Eingriffs Ihrem Arzt mitteilen, der die Betäubung dann problemlos verstärken kann. Am Auge kann die örtliche Betäubung auch mittels Augentropfen erfolgen.

Eine alternative Form der örtlichen Betäubung für sehr kurze oberflächliche Eingriffe an der Haut kann die Vereisung (Kryoanästhesie) sein. Hierbei wird ein Kältespray aufgebracht, das für circa eine Minute die Hautoberfläche betäubt. Eine weitere Form ist die Auftragung von lokalen Betäubungsmitteln in einer Creme, die unter einem Pflaster 60 Minuten einwirken muss.



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